Unisex – Ein Video sagt mehr als 1000 Worte

Nachdem ich in den ersten 3 Teilen der Serie die unterschiedlichen Auswirkungen der Unisextarife für Männer und Frauen auf die einzelnen Versicherungssparten skizziert habe, gibt es heute mal weniger zu lesen und dafür mehr zum schauen.

Teil 1 – Die Auswirkungen der Unisex-Tarife auf private Versicherungen – Stichtag 21.12.2012

Teil 2 – Durchblick behalten im Unisex-Wahnsinn – Die Auswirkungen auf Kranken- und Pflegeversicherung

Teil 3 – Durchblick behalten bei Unisex – Die Auswirkungen auf Risikovorsorge- und Altersvorsorgeprodukte

Teil 4 – Unisex – Ein Video sagt mehr als 1000 Worte

 

Durchblick behalten bei Unisex – Die Auswirkungen auf Risikovorsorge- und Altersvorsorgeprodukte

Im dritten Teil der Serie „Unisex-Tarife“ geht es um die Auswirkungen von Unisex auf Risikovorsorgeprodukte wie die Unfallversicherung, die Berufsunfähigkeitsversicherung und die Risikolebensversicherung, sowie um die Auswirkungen von Unisex auf Altersvorsorgeprodukte wie die Lebensversicherung und die Rentenversicherung.

Grundsätzlich gilt natürlich gerade bei der Risikoabsicherung, dass man die Absicherung existenzieller Risiken, nur wegen eines eventuell späteren Beitragsvorteils, nicht auf die lange Bank schieben sollte.

Da Männer und Frauen bis zum Unisex-Stichtag am 21.12.12 jedoch bei ganz unterschiedlichen Risikovorsorgeprodukten profitieren, lohnt sich ein genauer Blick aber allemal.

Beitragsvorteile für Frauen

Frauen haben bisher auf Grund ihrer höheren Lebenserwartung besonders bei der Risikolebensversicherung von günstigen Beiträgen profitiert. Da die neuen Unisex-Tarife in Abhängigkeit vom Eintrittsalter und der Laufzeit bis zu 55 Prozent teurer werden, empfiehlt sich der Abschluss einer solchen Police noch vor dem Unisexstichtag. Auch in der Unfallversicherung kann es für Frauen deutlich teurer werden. Bisher wurden Frauen in der Unfallversicherung pauschal  in der günstigen Risikogruppe A eingestuft. Ab dem 21.12.12 werden auch Frauen, wie bei den Männern schon jetzt üblich, in der Unfallversicherung gemäß ihrem Beruf eingestuft. Gerade bei handwerklichen oder körperlich tätigen Berufen, werden die Beiträge deshalb dramatisch steigen. Betroffen davon sind mehr als 1700 Berufsbilder von der Hotelfachfrau bis zur Stewardess. Ein geplanter Versicherungsabschluss sollte hier in jedem Falle vorverlegt werden.

Bei einigen Versicherungen werden die Unisextarife aber auch günstiger. In der Berufsunfähigkeitsversicherung können Frauen zukünftig von niedrigeren Beiträgen profitieren. Ein Warten und Verschieben der Versicherung nach 2013 ist jedoch nicht ratsam. Auf der einen Seite  ist das Fehlen einer Berufsunfähigkeitsabsicherung im Ernstfall existenzbedrohend, auf der anderen Seite frisst das erhöhte Eintrittsalter in 2013 einen eventuellen Beitragsvorteil wieder auf. Viele Versicherer bieten aus diesem Grund eine Unisex-Wechselgarantie kostenfrei mit an. Sollte also der Tarifbeitrag in 2013 günstiger sein als in 2012 kann ohne erneute Gesundheitsprüfung problemlos in den Unisextarif gewechselt werden.

Bei der Altersvorsorge lohnt es sich für Frauen auf einen Unisextarif zu warten. Hier kann der Beitragsvorteil je nach Vorsorgeprodukt bis zu 6 Prozent betragen, beziehungsweise bei gleichem Beitrag das Ablaufergebnis entsprechend  höher liegen.

Beitragsvorteile für Männer

Männer profitieren im Gegensatz zu den Frauen ab 2013 besonders bei der Risikolebensversicherung. Hier kann der Beitragsvorteil in einem Unisex-Tarif bis zu 25 Prozent betragen.

Besonders mit dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollten Männer sich aber beeilen. Je nach Versicherer werden die Unisex-Policen bis zu 35 Prozent teurer. Wer also jetzt noch schnell reagiert, sichert sich nicht nur ein niedrigeres Eintrittsalter, sondern auch noch einen erheblichen Beitragsvorteil.

Auch bei Altersvorsorgeprodukten, egal ob in der privaten oder betrieblichen Altersvorsorge, lohnt es sich für Männer noch in 2012 Gas zu geben. Die Unisextarife verteuern sich um bis zu 10 Prozent, beziehungsweise kommt bei gleichem Beitrag ein entsprechend niedrigeres Ablaufergebnis heraus.

Fazit

Grundsätzlich ist die teuerste Versicherung die, die man hat, aber gar nicht braucht. Ein schneller Abschluss einer nicht zwingend benötigten Versicherung ist deshalb Unsinn. Wer aber noch Lücken in der Risikovorsorge hat, oder schon lange überlegt etwas für die Altersvorsorge zu tun, der kann mit einer klugen Vorgehensweise richtig Beiträge sparen.

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Teil 1 – Die Auswirkungen der Unisex-Tarife auf private Versicherungen – Stichtag 21.12.2012

Teil 2 – Durchblick behalten im Unisex-Wahnsinn – Die Auswirkungen auf Kranken- und Pflegeversicherung

Teil 3 – Durchblick behalten bei Unisex – Die Auswirkungen auf Risikovorsorge- und Altersvorsorgeprodukte

Teil 4 – Unisex – Ein Video sagt mehr als 1000 Worte

Durchblick behalten im Unisex-Wahnsinn – Die Auswirkungen auf Kranken- und Pflegeversicherung

Im heutigen Teil der Serie „Unisex-Tarife“ geht es um die Auswirkungen der Unisextarife auf die privaten Krankenversicherungen, die Krankenzusatzversicherungen und die Pflegezusatzversicherungen.

Bevor ich jedoch ins Detail gehe, noch ein wichtiger Hinweis vorweg. Auch wenn die Unisex-Tarife sich auf die Beiträge einiger Versicherungen stark auswirken, sollte man nicht planlos eine im Moment noch günstigere Versicherung abschließen, obwohl man diese jetzt eigentlich gar nicht benötigt. Das bedeutet, dass man zu allererst die existenzbedrohenden Risiken, wie die private Haftpflicht und die Berufsunfähigkeit, absichern sollte, und anschließend erst die weiteren Absicherungs- und Vorsorgemöglichkeiten in Vergleich zieht.

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Die Unisex-Auswirkung auf die private Krankenversicherung

Da Frauen statistisch gesehen länger leben, häufiger einen Arzt aufsuchen und höhere Krankheitskosten verursachen, mussten sie bisher in den meisten Fällen einen höheren Beitrag zahlen als Männer. Aus diesem Grund waren für Männer die Beiträge häufig günstiger als die für gleichaltrige Frauen. Vor allem junge Männer, die bisher von den besonders günstigen Beiträgen profitiert haben, müssen jetzt mit einem besonders starken Beitragsanstieg um bis zu 30 Prozent rechnen.

Wer jetzt aber denkt, dass die private Krankenversicherung für Frauen 30 Prozent günstiger wird, der liegt daneben. Aufgrund der vorsichtigen Kalkulation der Versicherer werden die Beträge für Frauen zwar günstiger, nähern sich aber eher den bisherigen Beiträgen an, als dem Mittelwert. Dies liegt daran, dass Frauen aus den alten „teuren“ Tarifen in einen für sie günstigeren Unisextarif wechseln können, und diese Option im Beitrag bereits mit eingepreist wird.

Auch für Krankenzusatzversicherungen gelten ab dem 21.12.2012 die Unisextarife. Allerdings gibt es auch schon jetzt Zahnzusatzversicherungen, die als Unisex-Tarife angeboten werden. Männer, die eine ambulante Zusatzversicherung oder eine stationäre Zusatzversicherung abschließen wollen, sollten dies nicht auf die lange Bank schieben und noch rechtzeitig bis zum Stichtag erledigen.

Anwartschaftstarife und Optionsrechte

Nach mehrheitlicher Auffassung lebt eine Anwartschaftsversicherung, unabhängig davon ob sie nur den Gesundheitszustand (kleine Anwartschaft), oder das Eintrittsalter und den Gesundheitszustand (große Anwartschaft) garantiert, als Bisex-Variante auf, soweit sie vorher auf Bisex-Tarife bezogen war. Optionstarife, also kleine Anwartschaften ohne Tarifbindung, leben nach dem Stichtag als Unisex-Tarife auf.

Die Unisex-Auswirkung auf die Pflegezusatzversicherung

Da Männer eine kürzere Lebenserwartung als Frauen haben, und die Wahrscheinlichkeit pflegebedürftig zu werden mit zunehmenden Alter steigt, waren auch hier bis jetzt günstigere Beiträge für Männer die Regel. Da die Beiträge der Unisextarife um ca. 30 Prozent höher liegen werden, sollte der Abschluss einer Pflegezusatzversicherung definitiv noch in diesem Jahr erfolgen.

Eine sehr gute Erläuterung

zur Pflegetagegeldversicherung finden Sie hier

zur Pflegekostenversicherung finden Sie hier

zur Pflegerentenversicherung finden Sie hier

Fazit – Warten oder doch jetzt schon abschließen?

Zum Warten gibt es keinen Grund, weder für Männer noch für Frauen. Für Männer ist der Beitragsvorteil an sich schon enorm, und darüber hinaus gibt es ein einmaliges Wechselrecht. Dieses ist besonders für Frauen interessant, da sie aus den alten Bisex-Tarifen ohne Gesundheitsprüfung in die neuen Unisextarife wechseln können, sollten diese günstiger sein. Wenn der Vertragsbeginn vor dem 21.12.2012 liegt sichert man sich zusätzlich auch noch ein günstigeres Eintrittsalter.

Im nächsten Teil dreht sich alles um die Auswirkungen der Unisex-Tarife auf Lebens- und Rentenversicherungen. Reinschauen lohnt sich …

 

Teil 1 – Die Auswirkungen der Unisex-Tarife auf private Versicherungen – Stichtag 21.12.2012

Teil 2 – Durchblick behalten im Unisex-Wahnsinn – Die Auswirkungen auf Kranken- und Pflegeversicherung

Teil 3 – Durchblick behalten bei Unisex – Die Auswirkungen auf Risikovorsorge- und Altersvorsorgeprodukte

Teil 4 – Unisex – Ein Video sagt mehr als 1000 Worte

Die Auswirkungen der Unisex-Tarife auf private Versicherungen – Stichtag 21.12.2012

Der Versicherungsmarkt ist in Aufruhr und wird zum Jahresende eine tiefgreifende Veränderung für jeden mit sich bringen. Grund genug für mich eine Serie zum Thema Unisex-Tarife zu schreiben, damit jeder unabhängig die Informationen bekommt, die er benötigt, um noch rechtzeitig eine Entscheidung für oder wider eine Versicherung in 2012 zu treffen.

Was bedeutet das Unisex-Prinzip eigentlich?

Ab Ende 2012 dürfen neu abgeschlossene Versicherungstarife nur noch nach den Regelungen für Unisex-Tarife, also geschlechtsneutral, kalkuliert werden. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat entschieden, dass unterschiedliche Versicherungsbeiträge für Männer und Frauen gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz verstoßen.

Bisher bestand eine Sonderregelung für Versicherungsbeiträge, die eine Ungleichbehandlung von Männern und Frauen aufgrund statistisch nachgewiesener Unterschiede erlaubte.

Ab dem 21.12.2012 ist dies aber vorbei und es gibt nur noch die Unisex Versicherung, also Versicherungen bei denen für Männer und Frauen einheitliche Beiträge gelten.

Aber bis dahin …

Vor der „Gleichberechtigung“ noch Vorteile sichern!

Egal ob Mann oder Frau, jeder kann sich noch Vorteile sichern und zwar dauerhaft. Während Männer noch deutliche Beitragsvorteile bei der Berufsunfähigkeitsversicherung, der privaten Krankenversicherung, der Pflegezusatzversicherung und der privaten Rentenversicherung haben, sind für Frauen vor allem Risikolebensversicherungen und Unfallversicherungen günstig zu haben.

Fazit

Nutzen Sie die Vorteile, solange sie sich noch bieten. Wer ruhig und überlegt bisherige Versicherungen überprüft und eventuell beabsichtige Neuabschlüsse rechtzeitig vornimmt, kann über die gesamte Vertragslaufzeit viel Geld sparen. Eile ist jedoch dann geboten, wenn Gesundheitsprüfungen oder gar Arztanfragen zum Vertragsabschluss erforderlich sind, da diese oft mehrere Wochen Zeit in Anspruch nehmen können.

Für abgeschlossene Tarife gelten nämlich nur dann die Vorteile des alten Rechts, wenn der Versicherer bis zum 20.12.2012 eine Annahmeerklärung oder einen Versicherungsschein erstellt hat. Eine rechtzeitige Antragstellung allein reicht also nicht aus.

Schieben Sie aber keinesfalls die Absicherung existenzieller Risiken wegen eines eventuellen Unisextarif-Vorteils auf die lange Bank, denn niemand weiß, wann das nächste Malheur passiert.

Häufig bieten Versicherer auch eine kostenfreie Unisex-Umtauschgarantie, die dem Kunden mit einem geschlechterspezifischen Tarif die Möglichkeit gibt, diesen in einen Unisextarif umzuwandeln, wenn sich dadurch eine Besserstellung ergibt.

Erfahren Sie mehr zur Unisex-Versicherung im nächsten Teil …

 

Teil 1 – Die Auswirkungen der Unisex-Tarife auf private Versicherungen – Stichtag 21.12.2012

Teil 2 – Durchblick behalten im Unisex-Wahnsinn – Die Auswirkungen auf Kranken- und Pflegeversicherung

Teil 3 – Durchblick behalten bei Unisex – Die Auswirkungen auf Risikovorsorge- und Altersvorsorgeprodukte

Teil 4 – Unisex – Ein Video sagt mehr als 1000 Worte