Die Kündigungsfristen der einzelnen Versicherungssparten

Nachdem sich der erste Teil der Blogserie mit der ordentlichen und der außerordentlichen Kündigung, der zweite Teil mit der Kündigung nach Beitragsanpassung, und der dritte Teil mit Vertragskündigungen nach Veränderung der Lebenssituation befasst hat, geht es im letzten Teil der Serie um die unterschiedlichen ordentlichen Kündigungsfristen in den einzelnen Versicherungsparten.

Sachversicherungen

Die nachfolgende Regelung gilt für die private Haftpflichtversicherung, die Hundehalterhaftpflicht, die Pferdehalterhaftpflicht, die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht, die Jagdhaftpflicht, die Bootshaftpflicht, die Diensthaftpflicht, die Hausratversicherung, die Wohngebäudeversicherung, die Rechtsschutzversicherung und die Unfallversicherung.

Eine ordentliche Kündigung ist im Regelfall jährlich zum Ende des Versicherungsjahres möglich, welches unabhängig vom Kalenderjahr sein kann. Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate.

Es gibt mittlerweile aber auch Premiumanbieter, die ihren Kunden einseitig eine tägliche Kündigungsfrist bieten. Anteilig zu viel entrichtete Beiträge werden dabei zurückerstattet. Eine höhere Leistungsüberzeugung des Versicherers kann es nicht geben, da der Kunde jederzeit in der Lage ist, bei einem besseren Angebot den Versicherer zu wechseln.

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Einen Spezialfall stellt die Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr (UBR) oder mit Prämienrückgewähr (UPR) dar. Grundsätzlich gilt auch hier eine Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Ende des Versicherungsjahres, allerdings ist zusätzlich eine Beitragsfreistellung möglich, da die Versicherung nach Art der Lebensversicherung kalkuliert ist. Bei Kündigung wird zusätzlich ein Rückkaufswert fällig.

Kfz-Versicherung

Bei der Kfz-Versicherung gilt eine kürzere Kündigungsfrist. Eine ordentliche Kündigung muss spätestens einen Monat vor Ablauf des Versicherungsjahres erfolgen, welches meistens mit dem Ende des Kalenderjahres zusammenfällt. Im Regelfall bedeutet dies, dass dem Versicherer am 30. November das Kündigungsschreiben vorliegen muss.

Aber auch hier gibt es mittlerweile Versicherer, die unterjährige Vertragsbeginne haben. Diese ungewöhnlichen Termine erschweren natürlich den Versicherungsnehmern einen fristgerechten Vertragswechsel, und sorgen nicht selten für Frust, wenn die Versicherung ungewollt fortgesetzt werden muss, obwohl ein Versicherungswechsel viel Geld sparen würde.

Damit Sie in solch einem Falle nicht die Möglichkeit einer rechtzeitigen Vertragsüberprüfung und fristgerechten Kündigung verpassen, empfiehlt sich das online Depot für Versicherung und Finanzen, welches eine intelligente Erinnerungsfunktion für Kündigungstermine und Versicherungsvergleiche bietet.

Lebens- und Rentenversicherungen

Bei Rentenversicherungen und Lebensversicherungen, darunter fallen z.B. auch die Risikolebensversicherung und die Berufsunfähigkeitsversicherung, gelten andere Spielregeln. Eine ordentliche Kündigung des Vertrags ist jederzeit zum Ende einer  Versicherungsperiode möglich, frühestens jedoch zum Ende des ersten Versicherungsjahrs. Bei unterjähriger Zahlweise beträgt die Versicherungsperiode entweder einen Monat, ein Vierteljahr oder ein halbes Jahr. Bei jährlicher Zahlweise kann der Kunde jeweils zum Ablauf eines Jahres kündigen.

Ist an die Lebensversicherung eine Zusatzversicherung gekoppelt, wie beispielsweise eine Berufsunfähigkeitszusatzversicherung, so endet diese entsprechend mit dem Hauptvertrag. Zusätzlich ist aber auch eine separate Kündigung der Zusatzversicherung zum Ende der Versicherungsperiode möglich.

private Krankenversicherung und private Krankenzusatzversicherung

Eine ordentliche Kündigung der privaten Krankenversicherung (PKV), Krankenzusatzversicherung oder Pflegezusatzversicherung ist immer zum Ende des jeweiligen Versicherungsjahres möglich, frühestens jedoch zum Ablauf der jeweiligen Mindestvertragslaufzeit von bis zu zwei Jahren. Auch hier gilt, dass das Versicherungsjahr nicht gleich dem Kalenderjahr sein muss. Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate.

gesetzliche Krankenversicherung

Wer ununterbrochen mindestens 18 Monate bei derselben Krankenkasse versichert war, kann jederzeit mit einer Frist von zwei vollen Monaten kündigen, und zu einer anderen gesetzlichen Krankenkasse wechseln. Bei Wegfall der Versicherungspflicht und einem Wechsel in die private Krankenversicherung entfällt die 18-monatige Bindungsfrist. Im Falle der Einführung eines Zusatzbeitrages durch die Krankenkasse kann bis zu dem Zeitpunkt gekündigt werden, ab dem der Zusatzbeitrag fällig wird.

Fazit

Kündigungsfristen verpassen und zu hohe Beiträge entrichten ist immer ärgerlich. Wer keine Kündigungsfrist mehr verpassen und seine Beiträge optimieren möchte, und gleichzeitig eine kostenfreie Verwaltung seiner Verträge online sucht, der sollte sich das online Depot für Versicherungen und Finanzen mal näher anschauen. Hier geht´s zum Musterdepot.

 

Teil 1 – Wichtige Kündigungsfristen für Versicherungen, und was es bei einer richtigen Versicherungskündigung zu beachten gibt!

Teil 2 – Wichtige Kündigungsfristen für Versicherungen – Was tun bei einer Beitragsanpassung?

Teil 3 – Wichtige Kündigungsfristen für Versicherungen – Was tun wenn sich die Lebenssituation ändert?

Teil 4 – Die Kündigungsfristen der einzelnen Versicherungssparten

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