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Direktversicherung

Direktversicherung

Im Rahmen einer Direktversicherung wird ein vorher festgelegter Anteil des Arbeitsentgelts steuer- und sozialversicherungsfrei in einen Vorsorgevertrag einbezahlt. Für Direktversicherungsverträge, die ab dem 1. Januar 2005 abgeschlossen wurden, gilt § 3 Nr. 63 EStG. Beitragszahlungen sind demnach bis zu 4 Prozent zur Beitragsbemessungsgrenze (West) der Rentenversicherung steuer- und sozialversicherungsfrei. Eine Verrechnung findet hierbei sofort bei der Lohn- und Gehaltsabrechnung des Mitarbeiters statt.

Ihre Vorteile mit einer Direktversicherung
Eine Direktversicherung wird über ein besonderes Versicherungsprodukt abgebildet, bei dem neben der Altersvorsorge auch weitere Risiken, wie Berufsunfähigkeit oder der Unfallschutz, mit eingeschlossen werden können.

Bei der Direktversicherung ergeben sich eine ganze Reihe finanzieller Vorteile für Sie, da die gesamten Beiträge zur Direktversicherung bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (West) der Rentenversicherung steuer- und sozialversicherungsfrei sind. Sofern keine Altzusage nach § 40b EStG vorliegt, können zusätzlich weitere EUR 1.800 pro Jahr steuerfrei (ebenfalls nach § 3 Nr. 63 EStG) in die Direktversicherung eingezahlt werden. Für die zusätzlichen EUR 1.800 besteht die Sozialversicherungsfreiheit aber nicht mehr.

Die zu erwartende Betriebsrente, oder die Kapitalleistungen aus dem Vertrag, ist dann in der Rentenphase nach § 22 Nr. 5 EStG als sonstige Einkünfte in voller Höhe mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern. Diese Verlagerung der Steuerlast auf die Rentenzeit ist für den Arbeitnehmer aber sehr vorteilhaft, da der Steuersatz normalerweise dann deutlich niedriger ist, als in der aktiven Berufszeit.

Wie funktioniert die Direktversicherung?
Der Arbeitgeber schließt als Versicherungsnehmer für den Arbeitnehmer als versicherte Person einen Sparvertrag, meistens ist dies eine Lebensversicherung, ab. Der Arbeitnehmer behält aber immer die unwiderruflichen Bezugsrechte am Vertrag. Das bedeutet, dass der Arbeitnehmer nach Vertragsablauf das Guthaben entweder als Kapitalauszahlung oder als laufende Rente erhält. Bei Tod des Arbeitnehmers wird die Todesfallleistung an die im Vertrag festgelegten Angehörigen gezahlt.

Der Arbeitgeber überweist mit der monatlichen Gehaltsabrechnung den Versicherungsbeitrag direkt vom Bruttoentgelt an den Versicherer. Da dadurch das zu versteuernde Einkommen sofort gesenkt wird, fällt der Nettolohnverzicht deutlich geringer aus, als der Sparbeitrag tatsächlich ist.

Im Falle eines Arbeitsplatzwechsels muss der Arbeitgeber den Vertrag freigeben und an seinen Arbeitnehmer übertragen. Der Arbeitnehmer ist dann frei in seiner Entscheidung, die Direktversicherung privat oder bei seinem neuen Arbeitgeber fortzuführen.

Leistungen der Direktversicherung

Wichtiger Hinweis!!!
Vermögenswirksame Leistungen können durch Entgeltumwandlung ebenfalls in einer Direktversicherung angelegt werden. Die volle vermögenswirksame Leistung fließt dann steuerneutral und sozialversicherungsfrei in den Versicherungsvertrag! Bei unverändertem Nettoeinkommen ist es so möglich bis zum 2,5-fachen der vermögenswirksamen Leistung in eine Direktversicherung einfließen zu lassen. Maßgeblich hierfür sind die Höhe des Einkommens und die Steuerklasse.

Weitere Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge finden Sie unter: